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Ich wurde 1949 in Mainz geboren, bin in Oppenheim am Rhein aufgewachsen und habe dort 1967 Abitur gemacht.
Nach einem Jahr Studium an der Mainzer Universität wechselte ich 1968 an die Philipps-Universität Marburg. Dass man dort bei linken Hochschullehrern wie Wolfgang Abendroth oder Werner Hofmann Soziologie und Politologie studieren konnte, war besonders wichtig für mich.
Zur gleichen Zeit begann auch meine Politisierung mit Demonstrationen gegen Vietnam-Krieg, Notstandsgesetze und NPD und dem Eintritt in den Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS). Ende 1969 wurde ich Mitglied in der DKP und war 1971 an der Gründung des Marxistischen Studentenbundes Spartakus (MSB) beteiligt. Zwischen 1972 und 1975 war ich Stellvertretender Bundesvorsitzender des MSB.
In dieser Zeit war ich auch in der studentischen Interessenvertretung aktiv, als Hochschulreferent des Allgemeinen Studentenausschusses Marburg, als Pressereferent des Verbandes Deutscher Studentenschaften (VDS), in der Hochschulselbstverwaltung als Mitglied des Konvents, des Senats der Philipps-Universität und als Mitglied des Gründungsbeirats der Gesamthochschule/Universität Kassel.
1978 schloss ich das Studium als Diplom-Soziologe ab. Danach folgte eine längere Phase mit sehr verschiedenen Tätigkeiten: „Berufsrevolutionär“, Kellner, Taxifahrer, Interviewer; zwischen 1980 und 1982 Beteiligung an einer Studie über „Wertewandel in der Gesellschaft“, als Teil der Vorarbeiten zur Jugendstudie „Jugend und Erwachsene `85“ der SHELL AG (Leitung: Arthur Fischer, Werner Fuchs, Jürgen Zinnecker) und Publikationen im Bereich Jugendsoziologie.
Zwischendrin nahm ich auch noch ein Musikstudium im Hauptfach Gitarre am Peter Cornelius-Konservatorium in Mainz auf (1983): Als Schüler hatte ich bereits Cello, Klavier und Gitarre gelernt, danach mit einer Band Tanzmusik gemacht; im Marburg der frühen achtziger Jahre war ich mit der Gitarre und der Gruppe „Windspiel“ unterwegs.
In dieser Zeit hatte sich hierzulande eine starke Friedensbewegung gegen die sog. „Nachrüstung“ mit neuen Atomraketen entwickelt, an der ich von Anfang an mitwirkte. Ende 1983 machte mir der Bund demokratischer Wissenschaftler das Angebot, eine neue Zeitschrift, die Friedensbewegung und Wissenschaft zusammenführen sollte, zu entwickeln und zu betreuen. Ich nahm diese interessante Aufgabe gerne an, auch wenn es mich danach manchmal gereut hat, der geliebten Gitarre Adieu gesagt zu haben.
Von 1983 bis 1991 war ich also verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Informationsdienst Wissenschaft und Frieden“, die seit 1986 als „Wissenschaft und Frieden“ erscheint und die durch eine veränderte Herausgeberschaft zu der größten friedenswissenschaftlichen Zeitschrift im deutschsprachigen Raum avancierte.
In den achtziger Jahren begann für mich die Rückbesinnung auf die emanzipatorischen, humanistischen und demokratischen Grundlagen des Sozialismus – nicht zuletzt unter dem Eindruck der Friedens-, Ökologie- und Frauenbewegung, aber auch intensiver Debatten in den eigenen Reihen. Als sich abzeichnete, dass die Bemühungen um eine Erneuerung der DKP scheitern würden, trat ich 1988 aus dieser Partei aus.
1992 eröffnete sich für mich die Möglichkeit, für die abrüstungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Katrin Fuchs, zu arbeiten. Zwischen 1993 und 1994 war Katrin Fuchs dann Vorsitzende des Unterausschusses Abrüstung und Rüstungskontrolle des Deutschen Bundestages.
In der nächsten Bundestags-Wahlperiode (1994-1998) wurde ich wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundestagsabgeordneten Gerhard Zwerenz (PDS). Gerhard Zwerenz war zunächst Mitglied des Verteidigungsausschusses, später des Auswärtigen Ausschusses und des Untersuchungsausschusses „Bundeswehr und Rechtsextremismus“.
Zwischen 1999 und 2002 konnte ich als Fachreferent im Bereich Friedens- und Sicherheitspolitik bei der Bundestagsfraktion der PDS tätig sein.
Zwischen 1993 und 1999 war ich Mitglied der SPD. Das damals gültige Berliner Programm der Sozialdemokratie wäre auch aus heutiger Sicht für mich akzeptabel – mit der Beteiligung der SPD/Grünen-Regierung am Jugoslawien-Krieg und der Wende von Lafontaine zu Schröder war für mich allerdings kein Platz mehr in dieser Partei.
Im Frühjahr 2000 trat ich der PDS bei, entschloss mich aber erst nach dem Wahldebakel der PDS bei der Bundestagswahl 2002 zu einem wirklichen parteipolitischem Engagement. Zwischen Oktober 2004 und Oktober 2006 war ich zugleich Mitglied des Parteivorstandes der PDS.
In der Zeit der Arbeitslosigkeit 2003/2004 erarbeitete ich einen Projektförderungsantrag „Das Verhältnis deutscher Wirtschaftseliten zu politischen Risikopotenzialen der Globalisierung und zu Möglichkeiten globaler Konfliktregulierung“, zusammen mit dem Forschungsinstitut Arbeit, Bildung und Partizipation (FiAB) an der Ruhr-Universität Bochum und dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH). Ferner erstellte ich eine Studie für die Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin zum Thema „Die neue Sicherheitsstrategie der Europäischen Union – Bewertungen und Alternativen der linken Parteien und Bewegungen in den EU-Mitgliedsstaaten“.
2005 war ich Spitzenkandidat der PDS bei der Landtagswahl in NRW, die bekanntlich zu dem Ergebnis der Neuwahl im Bund führte. Bei dieser Wahl konnte ich im September 2005 über die Landesliste NRW (Platz 4) in den Bundestag einziehen. Direkt hatte ich im Wahlkreis Düren kandidiert und bin seither bemüht, dort weiter die Belange der abhängig Beschäftigten, und der sozial an den Rand gedrängten Menschen zu vertreten.
Ehe ich es vergesse: Ich bin leidenschaftlicher Fußballer; war lange Jahre bei der ASG Uni Bonn aktiv, war dort ca. zehn Jahre Vereinsvorsitzender, seitdem Ehrenvorsitzender. Dass ich heute bei der Fußballmannschaft „FC Bundestag“ mitspiele, versteht sich von selbst.
Ein letztes und doch mit das Wichtigste: Seit knapp zehn Jahren lebe ich mit meiner Lebensgefährtin und zwei nahezu erwachsenen Jungs in Köln.