Gegen Kürzungen und Stellenstreichungen an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn hat sich Paul Schäfer, Bundestagsabgeordneter der Partei DIE LINKE für Bonn, ausgesprochen. Schäfer erklärt: „Die geplanten Kürzungen sind Ergebnis einer strukturellen Unterversorgung der Universitäten. Bedenkt man zudem die doppelten Abiturjahrgänge sind Stellenstreichungen bei gleichzeitig steigenden Studierendenzahlen nicht hinnehmbar! Das führt zu noch überfüllteren Hörsälen und verschlechtert die Bildungsbedingungen weiter. Es kann nicht sein, dass an einer renommierten Universität wie der Bonner nur noch einige wenige Bereiche gefördert werden, weil sie Erfolge in der Forschung versprechen, die Lehre aber dabei auf der Strecke bleibt. Die Universitätsleitung und die Landesregierung müssen unverzüglich handeln. Die Protestresolution der Mitglieder und Studenten der Philosophischen Fakultät unterstütze ich ausdrücklich.“
Nach Plänen der Landesregierung soll die Universität Bonn 7,5 Millionen Euro einsparen – in erster Linie durch den Abbau von Stellen. Man rechnet mit etwa 150 Stellenkürzungen insgesamt. Neben der Verwaltung, dem Rechenzentrum und der Uni-Bibliothek sind vor allem die Geistes- und
Sozialwissenschaften von den drastischen Kürzungen betroffen. An der Philosophischen Fakultät wird gegen die drohende Verschlechterung der ohnehin schon schwierigen Bedingungen protestiert und davor gewarnt, dass die Fakultät weitere Stellen- und Mittelstreichungen nicht verkraften wird.