1. Februar 2012

Deutsch-Somalischer Freundschaftskreis: Wichtige Integrationsarbeit vor Ort

Paul Schäfer besuchte den Deutsch-Somalischen Freundschaftskreis in Bonn-Tannenbusch und sprach mit der Geschäftsführerin Habiba Guled Mohamed und zwei weiteren Vertreterinnen über die Aktivitäten des 2007 gegründeten Vereins.

Der Verein, der ausschließlich von Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert wird, leistet wichtige Integrationsarbeit vor Ort. Somalier, die neu sind in der Stadt, werden bei Bedarf in vielen Lebensbereichen betreut und bei rechtlichen und amtlichen Angelegenheiten begleitet. Zudem finden in den Räumen des Vereins, der sich zentral in Tannenbusch in der Oppelner Straße befindet,  Integrationskurse statt. Gemeinsame Ausflüge mit deutschen Freunden und SomalierInnen  aus anderen Regionen Deutschlands intensivieren den gegenseitigen Austausch, vor allem zwischen Jung und Alt.  Die engagierten Frauen organisieren  außerdem Sprachkurse, damit Kinder und Jugendliche  die Möglichkeit haben, ihre Muttersprache zu erlernen. „Aufgrund der seit über zwanzig Jahren sehr schwierigen politischen Lage in Somalia können somalische Familien oft jahrelang nicht ihr Herkunftsland besuchen. Für deren Kinder, die größtenteils in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, ist es dadurch viel schwieriger, ihre Wurzeln kennenzulernen und ihre Muttersprache sowie somalische Kultur zu pflegen. Diese Lücke versuchen wir durch Sprach- und  Tanzkurse ein wenig zu füllen.“ so die Geschäftsführerin und alleinerziehende Mutter, Habiba Guled Mohamed, die selbst vor 18 Jahren aus ihrer Heimat flüchten musste und seitdem nicht wieder in Somalia war.

Allerdings musste der Muttersprachenunterricht wegen fehlender Finanzierung abgebrochen werden. Der Verein erhält keinerlei Fördergelder und benötigt Spenden, um seine Arbeit fortsetzen zu können.

Paul Schäfer: „Menschen, die aus einem Land flüchten mussten, das von politischen Unruhen geprägt und einer katastrophalen Hungersnot bedroht ist, finden hier Kontakt zu anderen aus ihrer Heimat und Hilfestellungen für ihren neuen Alltag in Bonn. Der Verein, der unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen arbeitet, ist auf Spenden angewiesen. Ich werde meinen Beitrag zur Unterstützung leisten und hoffe, dass viele andere das auch tun.“